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«Blick» stigmatisiert Menschen mit abweichender Meinung zur «Zertifikatspflicht des Bundes»

Heute habe ich einen Artikel des Blicks gelesen der mich bewegt hat.

Der Titel dieses Artikels vom 26.09.2021 lautet: «Die Bewegung der Impfgegner zeigt totalitäre Züge«. (Link zum Blick Artikel)

Der Blick schreibt Zitat: «Der radikalen Impfbewegung ist es gelungen ein Klima zu schaffen, wie man es hierzulande lange für undenkbar gehalten hat.»

Hier stellt sich mir nun die Frage, was denn die Rolle des Blicks in den letzten Monaten war – wenn es darum ging, Menschen mit einer anderen Meinung mit aller Art von grenzwertigen Attributen zu versehen. Führt diese Gleichschaltung der Medien – wie wir Sie in der Regel nur in Diktaturen beobachten nicht letztlich gerade eben zu einer Radikalisierung bei den Menschen welche kein Sprachrohr mehr haben, weil Sie faktisch medienkastriert wurden.

Offenbar haben die zusätzlichen Bundesmillionen im Jahr 2021 beim Journalisten-Team dieser Boulevardzeitungen eine Art Gehirnwäsche bewirkt. Der Blick ist zu einem «Akteur» in einer Diskussion geworden welcher eine klare politische Meinung vertritt. Er informiert nicht mehr so wie es seine Pflicht wäre. Sein offensichtliches Ziel ist es, die Meinung der Gesellschaft zu manipulieren und gegen Menschen die anders denken als der Mainstream eine totale Verunglimpfungskampagne zu fahren. Er hat sich in eine Frontkämpfer Position hineinmanövriert aus der er nicht mehr heraus kann. Dies indem er Bundesgeldern annahm welche unter der Bedingung verteilt wurden – dass diese für Propaganda des Bundes eingesetzt werden. Diese Steuermillionen haben aber alle Steuerzahler finanziert. Auch wenn der Anteil der Steuerzahler welche gegen eine Covid Zertifikats Pflicht sind nur bei einem bestimmten Prozentsatz liegen sollte – dann nutzt der Blick doch dieses Geld von all diesen Steuerzahlern zur Diffamierung und Stigmatisierung einer Minderheit.

Menschen, die nur eine andere Meinung haben: Sie werden mit Attributen versehen, kleingemacht, alle in dieselbe Ecke gestellt. Ich muss hier nicht einmal Beispiele aufzählen denn die Redaktion dieser Zeitung weiss genau – was Sie hier veranstaltet.

Diese Menschen werden im erwähntem Blick-Artikel mit «deutschen Nationalsozialisten» oder mit «Josef Stalin» verglichen. Also – der Nazivergleich.

Die Zahlen der Demonstranten welche für eine Gleichbehandlung von Menschen demonstrieren – welche für sich persönlich eine andere gesundheitliche Entscheidung fällen – sei es aus politischer Überzeugung oder aus persönlichen Gründen sind vielleicht nur ein paar tausend. Aber wie viele Menschen sitzen zu Hause und halten einfach den Mund weil die Diskriminierung durch das unsägliche Covid Zertifikat und durch deren Mitmenschen eben einfach Fakt ist?

Menschen werden ausgeschlossen…

  • von Lehrmeisterversammlungen
  • von Wohneigentümerversammlungen
  • von Schulreisen
  • von besuchen Ihrer Angehörigen in Altersheimen
  • von den Universitäten
  • von Reisen ins Ausland
  • von Essen im Innern des Restaurants
  • vom Coiffeur
  • von der Arbeit
  • vom Jassclub
  • von der Arbeit als Krankenpfleger oder als Pflegekraft
  • von Lohnfortzahlung bei Krankheit (Siehe Deutschland – seit einer Woche)
  • von der Vormundschaft über Ihre Kinder
  • von den Zürcher Wissenschaftstagen
  • von der Bibliothek (Wiedlisbach)
  • aus dem Kuhstall. (Kuhstall Campus Grangeneuve-Posieux FR)
  • vom Hotel
  • vom Alpamare
  • vom Fussballstadion
  • vom Zahnarzt
  • vom Gebährsaal (Spit. Frauenfeld)
  • u.v.m.

Wie soll das noch weitergehen? Gesunde Menschen werden hier unverhältnissmässig diskriminiert – weil Sie nur um Ihre Gesundheit nachzuweisen teilweise mehrmals pro Woche vor einem Covid Test Center stundenlang Schlange stehen müssen damit Sie egal was – noch tun dürfen.


Warteschlange vor einem der leider wenigen Covid Testcenter vom 25.9.2021.

Menschen mit anderer Meinung (sei es politisch oder aus persönlicher Überzeugung) werden rasch Mundtot gemacht indem man Ihnen übers Wort fährt und sie klein macht.

Und viele Jugendliche welche sich im Prinzip nicht impfen lassen wollten – werden indirekt genötigt sich Impfen zu lassen. Unter anderen – eine junge Dame (Name der Redaktion bekannt) welche noch in der Lehre ist. Sie tat dies nicht, weil Sie von der Sache überzeugt war, sondern um nicht noch mehr diskriminiert zu werden. Dies weil Migros Active Fitness keine Rückerstattung zahlt für Abos sondern im Gegenteil für die Verlängerung des Abos noch 50.- Franken kassieren will mit der fadenscheinigen Begründung man können sich ja Impfen lassen oder ein Zertifikat vorweisen. (Brief der verantwortlichen Person bei Activ Fitness für Abonnemente mit Stellungnahme liegt der Redaktion vor). Obwohl aber die Fitness Abo Besitzer für die nicht erbrachte Leistung nun nicht entschädigt werden – macht sich der Fitnessverband zum Kriesen-Gewinnler und fordert vom Bund seinerseits nun eine signifikante finanzielle Unterstützung. Die schweizerischen Fitness Verbände haben eine starke Lobby. Statt sich aber für Ihre Kunden im Rahmen der Gleichbehandlung aller Konsumenten – wie Ladenkunden welche im Sportgeschäft ohne Zertifikat einkaufen dürfen einzusetzen – geht es nur darum – selbst nochmals Profit aus der Situation zu schlagen.

Gerade eben aber das Vorweisen eines Zertifikats ist für Ungeimpfte zum Spiessrutenlauf geworden. Beim Beschaffen eines Zertifikates müssen von nicht geimpften Menschen unverhältnismässige Aufwände in Kauf genommen werden nur damit das Fitness Abo dann noch genutzt werden kann.

Die COVID-Testzentren werden sich zudem nach Abschaffung der kostenfreien Tests – also ab dem 10.10.2021 zu COVID Profiteuren hochstilisieren. Dafür gibt es bereits ein gutes Beispiel aus den USA. Da gibt es schon heute eine Covid Test Center Kette namens GS Labs – welche den Grundversicherungen die unsägliche Summe von USD 380.- pro Covid Test verrechnen darf – einfach, weil das Gesetz hier noch eine Lücke hat. Sie dürfen es – also machen Sie es. Vom Staat geförderter und erlaubter Wucher. (Siehe Artikel in der NYT vom 27.09.2021.) How a Law Allows Labs to Charge Any Price – (nytimes.com)  Die PCR COVID Tests am Flughafen Zürich kostet Fr. 149.- . Das ist mehr als der doppelte Preis des PCR Tests im Flughafen Madrid Barajas (69.- €). Am Flughafen Berlin kostet ein Antigen Test zur Zeit 29.- Euro. Am Flughafen Zürich kostet dieser Fr. 80.- . Heisst fast 3 mal mehr in der Schweiz für die gleiche Leistung. Schweizer werden hier massiv diskriminiert und abgezockt – weil einfach die Kaufkraft von einigen wenigen Unternehmen die weltweit in grossem Stil Covid Testcenters aufgebaut haben auch gleich mit abgeschöpft wird. Schlimmer ist es aber noch in Drittwelt- oder Schwellenländern. Da kostet so ein Test durchgängig immer etwa USD 50.- (Kairo, Lima usw.). Dies bei Monatseinkommen von zwischen USD 300.- und USD 750.- . Das bezahlen eines solchen Tests ist also in solchen Ländern gleichbedeutend mit zwei bis vier Tagen Arbeitsleistung. Zahlen kann das dann z.B. für die ganze Familie nur noch wer wirklich wohlhabend ist. Wer nun neu in die Schweiz einreist soll nochmals zahlen ab dem 10.10.2021 – sonst droht eine Busse. Kontrolliert ob das Formular ausgefüllt wurde wird aber bei der Einreise in Kloten i.d.R. nicht. (Erfahrung aus meiner Ankunft in Kloten vom 25. September 2021). Wollen wir, dass es in der Schweiz zu solch extremen Diskriminierungen, Ungleichbehandlungen und zu solchen Bevorteilungen von COVID-Gewinnlern kommt? Wann ist hier das Mass voll? (Und ich frage nach dem vollen Mass – obwohl ich dieser Organisation nicht angehöre). Wann sehen unsere Politiker ein – dass es so nicht weitergehen kann?

Mit welcher rationalen Begründung werden also Menschen mit einer COVID Impfung – welche  erwiesener Weise dennoch ansteckend sein könnten nicht dermassen oder gleich diskriminiert wie Menschen ohne diese Impfung?

Ein Covid Test würde nicht viel kosten – wenn die Hersteller diese nicht zu überteuerten Preisen an den Meistbietenden verhökern dürften. Sie müssten ebenfalls Verantwortung übernehmen für die Gesellschaft und diese Produkte zum Allgemeinwohl und zur raschen Bekämpfung der Pandemie günstig abgeben. Es gibt zahlreiche andere Produkte – im Luxus Segment der Medizin – wo diese Hersteller immer noch genügend verdienen könnten.

Mündige und gut aufgeklärte Bürger sind in der Lage Eigenverantwortung zu übernehmen, sich selbst zu Hause zu testen wenn Symptome auftreten und von Anlässen fernzubleiben wenn Sie sich selbst getestet haben. Braucht es dafür wirklich ein Zertifikat? Aus der Sicht der «*COVID Gewinnler» natürlich schon.

(*P.S. ich benutze dieses Attribut des «COVID Gewinnlers» wirklich ungern da ich eben ja gerade das  betiteln mit Attributen anmahne. Es soll daher als mahnendes Beispiel dienen, das Anhängen von Attributen, wenn immer möglich zu vermeiden damit wir nicht selber letztendlich Opfer dieses bösen Spieles werden.)

Und wieso gibt es dann konsequenterweiese kein Zertifikat für Sex Touristen? Jene welche aus Thailand zurück in die Schweiz reisen und dann andere hier anstecken? Wo bleibt das Zertifikat für Drogen- und Alkoholsucht freie Menschen? Solche die auf sich immer acht gegeben haben und welche die Allgemeinheit und unsere Krankenkassen nicht mit den resultierenden Kosten einer Sucht belasten? Pro Jahr sterben 10’000 Menschen in Schweiz an den Folgen des Rauchens. Wie viele von denen benötigen wohl einen Spitalaufenthalt? Wieso gibt es da keine Triage für Lungenkranke Raucher in den Spitälern – wie jene die für die sogenannten Impfverweigerer bereits verlangt oder vielleicht sogar schon angewendet wird? Wieso redet da niemand über diese Themen? Über Raser, Alkoholmissbrauch, Drogenmissbrauch und vieles mehr? Ich habe am 18.9.2021 dazu eine Dame befragt, welche sich massiv über nicht geimpfte Menschen aufgeregt hat. Meine Frage war – wieso denn kranke Raucher in dem Fall nicht im Spital triagiert werden sollten. Ihre Antwort war: «Ja etwas darf ich mir ja wohl auch noch gönnen. Zudem war eine sachliche Diskusion über das Thema fast unmöglich weil die Dame mir keinen einzigen Satz gestattete fertigzureden. So naiv also sind die Antworten der Menschen so bald es um Sie selbst – Ihre Sache geht.

Nebenbei darf ich mir aber noch die Bemerkung erlauben  dass gemäss diverser Studien klar ist, dass Raucher ein deutlich höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben bei einer COVID-19 Infektion als Menschen die gesund leben.

Stellen wir uns doch einfach mal die Frage «Sind wir keine mündigen Bürger mehr?» Oder. «Dürfen wir es zulassen, dass man uns zu unmündigen Bürgern macht?» 

Gerade Ueli Maurer (Bundesrat) – der es persönlich offenbar für gut befand, sich impfen zu lassen und sich dennoch wagt für die freie Entscheidung einzustehen hat auf grossartige Weise Verantwortung übernommen. Wieso ist dies so? Weil es seine freie Entscheidung war sich wohl zu seinem besten impfen zu lassen und weil er aber auch aus freier Entscheidung für den Schwächeren also jenen eintrat, welcher nicht die gewaltige Pressemacht im Rücken stehen hat aber dennoch frei entscheiden möchte, was mit seinem Körper geschieht. Er stand zu diesem fundamentalen Recht – nämlich der «Freiheit» auch gegen den massiven Druck des übrigen Bundesrates und die allmächtige Mainstream Presse. Dies kann Ihm nur positiv angerechnet werden. Sein Verhalten trägt eben gerade dazu bei, dass vielleicht gerade noch rechtzeitig eine längst notwendige Diskussion über die vom Bund angeordneten Massnahmen entstehen kann bevor diese durch ein totalitäres und nicht mehr rückgängig zu machendes System unterdrückt wird. Die Zeit wird es zeigen.

Das Misstrauen in die Institutionen wird daher nicht durch Herrn Bundesrat Maurer – sondern dadurch gefördert, dass die Institutionen und einige Medien keinen Diskurs mehr zulassen über Fragen, die sehr wohl gerechtfertigt sind. Deren Antworten sind der Allgemeinheit aber geschuldet. Es stellt sich beispielsweise die Frage ob Massnahmen welche eine ganze Bevölkerungsgruppe im Namen der Volksgesundheit massiv diskriminieren wirklich gerechtfertigt, rechtmässig und verfassungskonform sind. Ausserdem hat sich damals zu Beginn der COVID-19 Pandemie der Bundesrat selbst diskreditiert. Dies weil er zuerst monatelang sagte «Masken sind nicht nötig» und plötzlich waren Sie überall Pflicht. Ebenso – weil es hiess, wenn jeder der geimpft werden will geimpft ist – werden die Massnahmen aufgehoben und aber das Gegenteil von dem was er versprach getan hat. Während die Kantone massiv Notfallbetten abbauten und der Bund dies zuliess – nutzte der Bund gerade ebendieses Argument von zu wenig Spitalbetten als Argument für zunächst 2, dann 3 und nun 4 Impfungen. Offenbar muss das ganze dann auch noch jährlich wiederholt werden. Bei keiner anderen allgemein bekannten Impfung ist so etwas erforderlich. Parlamentarier konnten das Bundeshaus betreten ohne ein COVID Zertifikat vorweisen zu müssen. Geimpfte durften Konzerte besuchen mit einer hohen Anzahl Teilnehmern obwohl sie nachweislich auch COVID übertragen konnten. Ungeimpfte dürfen nicht ins Fitness usw. Es stellt sich auch die Frage – woher COVID-19 überhaupt kommt, wieso dies nicht untersucht – oder öffentlich gemacht wird, wieso es sich in der Schweiz überhaupt so rasch ausbreiten konnte, wieso die Grenzen nicht dicht gemacht wurden und wer für diese Dinge sowohl in unserer Regierung als auch im Ausland eigentlich verantwortlich gemacht werden muss. Klar entstehen so Zweifel an der Institution und an den Berichterstattungen. Logisch gibt es nach all diesen Geschehnissen Menschen, die anfangen zu überlegen und zu zweifeln – ob all dies was hier passiert und uns nahegelegt oder aufgezwungen wird denn wirklich auch gerechtfertigt ist. Sollen wir denn ab jetzt einfach unser Gehirn ausknipsen und nur noch tun, was der Bund sagt? Funktioniert so eine echte Demokratie?

Es stellt sich doch die Frage – wer will, dass dies alles so bleibt? Wer profitiert davon?

Eine aggressive Berichterstattung welche zudem noch klar gegen eine Person gerichtet ist erkenne ich vor allem in jener des obengenannten Artikels des Blicks. Wenn dieser Bericht darüber zu debattieren beginnt – ob eine Diskussion über Freiheit dem Wort Freiheit Gewalt antue – wenn es Herr Maurer in seinem Kontext benutzt dann erkenne ich, mit welch hinterlistigen Argumenten versucht wird, eine Person fertig zu machen. Es gibt nichts mehr vernünftiges zu schreiben, weil es nichts hat. Also diffamiert man eine freiheitsliebende Person indem man Ihr entsagt – über das Wort Freiheit überhaupt reden zu dürfen weil Sie damit die Freiheit zerstöre. Das Wort Freiheit kann nicht nur auf den «moralischen Begriff» heruntergestuft werden so wie es der Blick in diesem Artikel tut und dabei nur die ethisch sittlichen Normen des Blicks gelten lässt. Bei Freiheit geht es auch um die Frage, ob der Mensch frei ist oder von Zwängen bestimmt wird, die er nicht kontrollieren kann. (In dem Fall dem indirekten Impfzwang oder dem Zwang ein Zertifikat vorzuweisen oder den Zwang sich zu wehren weil man von der Presse diffamiert wird.).

Es geht hier aber vor allem auch um Menschenrechte im Allgemeinen und nicht um die grossgemachte Lüge über die Anzahl der sogenannten COVID Leugner. Der Blick versteckt sich in all seinen Berichten immer wieder hinter den wenigen Extremen die es aber auf beiden Seiten gäbe – statt einen grossen Prozentsatz der Bevölkerung ernst zu nehmen. Sie haben Sorgen und Ängste, weil Sie eben von Social Media und von grossen Medienkonzernen manipuliert statt aufgeklärt werden. Gerade der Blick hätte doch auch die Aufgabe einen Konsens zu ermöglichen und in dieser Notstandslage seine Plattform humanitär einzusetzen. Er könnte informieren, statt entzweien und eine konstruktive und unabhängige Berichterstattung ermöglichen. Er könnte die Diskussion und die Aufklärung fördern. Eine populistische Berichterstattung welche er zurzeit massiv betreibt ist ebenso fehl am Platze wie das Leugnen einer Pandemie.

Ich muss auch folgendes Thema ansprechen. Es gibt sehr viele Menschen und insbesondere Kinder die wegen COVID19 misshandelt wurden oder werden – gerade oder auch wegen dem Populismus. Kinder die in der Schule gemobbt oder ausgeschlossen werden, weil Sie nicht geimpft sind und so weiter. Wir sprechen hier von vielen Millionen weltweit und nicht von ein paar hundert hier in der Schweiz welche nur zum Zwecke der Verunglimpfung durch die Mainstreammedien in den Vordergrund gerückt werden.

Im Jahr 2020 noch lobte die Zeitung Blick die neue faschistische Militärdiktatur in Bolivien welche den damaligen demokratisch gewählten Präsidenten Evo Morales wegputschte. (Blick Artikel vom 1.9.2020) Evo Morales wurde als Staatstyrann bezeichnet obwohl er die Armut in Bolivien während seiner Amtszeit um 30% reduzieren konnte. Bolivien hatte nach der Amtszeit von Evo Morales eine Alphabetisierungsrate von 100%. Zitat im nau.ch Artikel vom Okt. 2019: «Evo Morales erfüllte den Traum der indigenen Bevölkerung». (Nau.ch Artikel) . Es gibt also auch andere Sichtweisen als jene des damals von Blick dargestellte. Genau diese von Blick gelobte Diktatur der nicht gewählten Putsch – Regierung von Jeanine Añez hat aber im Namen der Volksgesundheit wegen COVID19 eine ganze Generation von Kindern kaputtgemacht. Spitaleinweihungen verhindert, Beatmungsgeräte versteckt, Demonstranten aus Helikoptern erschiessen lassen, korrupte Waffengeschäfte gemacht, sich selbst bereichert, mit der Bibel in der Hand die Macht übernommen. Millionen von Kindern konnten nur in Bolivien alleine gezählt – ein Jahr lang absolut keinen Schulunterricht mehr besuchen mit der Begründung der Ausnahmesituation wegen COVID19 – während die Elite aus Santa Cruz sich in vollem Masse bereicherte. Ich war im Januar 2021 in Bolivien und habe mit Schulkindern dort persönlich gesprochen, welche das alles erlebt haben. Weder Fernunterricht war möglich noch der Besuch der Schule. Das Schulfrühstück welches normalerweise ein substantieller Teil der täglichen Nahrung war fehlte diesen Kindern plötzlich. Bildung ist ebenso ein Menschenrecht wie die Entscheidung was mit dem eigenen Körper passiert oder mit wem wir eine Familie gründen möchten. So haben diese Kinder wegen COVID19, der Diktatur die deswegen leichtes Spiel hatte und wegen der damaligen Gleichschaltung der Medien in Bolivien gelitten und ein ganzes Schuljahr verloren.

Fazit: Ich sehe hier eine komplette Fehleinschätzung des Blicks zur damaligen Situation in diesem südamerikanischen Land bei der Machtergreifung durch die vorübergehende Militärregierung Añez. Der populistische Journalismus (z.B. die damaligen spanischen CNN Berichterstattungen aus Mexiko) haben vermutlich eben die Sicht des Schreibers hier leider komplett vernebelt. Die Öffentlichkeit wurde in diesem Artikel total einseitig Informiert. Die Meinung der Mainstreammedien 1:1 weitergereicht.

Von ausgeglichener Berichterstattung des Blicks kann man also leider schon lange nicht mehr reden. Er verbreitet ebenso ein Dogma (Impfdogma) wie er es den Menschen unterstellt die zum Thema Impfung oder dem Corona Zertifikat eine andere Meinung haben. Genau dieses Verhalten der Medien und insbesondere des Blicks hat uns in bereits in ein «Corona Kastenwesen» geführt von dem man nur noch hoffen kann, dass es sich irgendwie und so bald wie möglich wieder abschaffen lässt.

Weisungen – z.B. jene des Bundes sind keine wirkliche Aufklärung. Aufklärung bedarf der Erklärung. Dabei muss auch «Akzeptanz für neues Wissen geschaffen werden». Das Erweitern von Wissen sowie das Weitergeben des Erforschten ist die Aufgabe der Wissenschaft. Die Verbreitung eines Dogmas und die Hexenverbrennung der «Ungläubigen» ist nicht deren Aufgabe. Wer Erklärungen liefern darf muss sich automatisch mit einer Thematik vertieft auseinandersetzen. Nur dies› wird letztlich auch Verschwörungstheoretiker zurück auf den Boden der Tatsachen bringen. Wird das erklären lassen unterdrückt, wird Ihnen keine Plattform mehr dargereicht und werden Personen stigmatisiert dann entsteht kein Konsens, sondern Groll und festgefahrene Standpunkte. Der Kompromiss aber ist doch das Wesen der Demokratie und des sozialen Friedens. Er kann nicht aufdiktiert werden. Politische Parteien und Politiker müssen eben gerade deshalb mit Andersdenkenden reden und Minderheiten miteinbeziehen. Sie können diese Menschen – nur weil das am schnellsten geht nicht einfach ignorieren. Keine Führer­figur wird jemals im Besitz der absoluten Wahrheit sein. Dies sollten sich unsere Medien wieder vermehrt zu Herzen nehmen.

Wieso also diese Zeitung «der Blick» die Pflichten von Journalisten und Journalistinnen des Schweizer Presserates (siehe Link) offenbar einfach ignoriert ist mir unverständlich.
Da steht doch klar und deutlich: «Wer sich als Partei in einen Konflikt einmischt, kann nicht zugleich unabhängig informieren«.

In Norwegen – wo die Pandemie bereits vor einigen Tagen als «zu Ende» erklärt wurde – sind 45% der Konsumenten bereit für Online News zu bezahlen. In der Schweiz sind dies nur 17%. In Norwegen nahm diese Zahl während der Pandemie zu. In der Schweiz nahm diese Zahl während der Pandemie ab. Wenn wir uns fragen wieso – könnten wir vielleicht auf die Idee kommen, dass wir nicht bereit sind für Lügen oder für einseitig manipulierte, populistische Nachrichten zu bezahlen – für guten Journalismus der alle Seiten fair zur Sprache kommen lässt und letztlich aufklärt halt eben schon. Zusätzlich stellt sich die Frage, ob es wirklich die Aufgabe des Bundes ist, in populistischen Journalismus Millionen zu investieren und auf diese Weise eine ungerechte Verteilung von Steuergeldern in der Medienlandschaft zu fördern oder ob nicht besser gezielt die kleineren und unabhängigen Medien gefördert werden sollten, welche qualitativ hochwertigen und ehrlichen sowie aufklärenden Journalismus betreiben.

Die Geschichte wird über die Rolle der Zeitung Blick im Umgang mit der Thematik COVID19 und der damit verbundenen Missachtung der Menschenrechte und entstandenen Ungerechtigkeiten sowohl in der Schweiz als auch im Ausland urteilen. Der Blick hat hier noch eine grosse Aufgabe der historischen Aufarbeitung vor sich. Die «Inzidenz» der durch diese Boulevardzeitung zugeordneten Attribute zu Menschen die eine andere Meinung zu einem gewissen Thema haben scheint leider immer noch anzusteigen. Es wäre Zeit für eine Auffrischungsimpfung durch das wiederholte und intensive Lesen der oben genannten Lektüre des Schweizer Presserates.

H.R.

 

«Die Intellektuellen, die heute gegen die Demokratie kämpfen und damit den Ast absägen, auf dem sie sitzen, sie werden die Diktatur, die sie rufen, wenn sie erst unter ihr leben müssen, verfluchen, und nichts mehr ersehnen als die Rückkehr zu der von ihnen so verlästerten Demokratie.»
(Zitat von Hans Kelsen)

 

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